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Review

Hammerheart - Dreamworks

Hammerheart - Dreamworks

VÖ: 05. Mai 2006
Zeit: 39:20
Label: Eigenproduktion
Homepage: http://www.hammerheart.sk/


Das ist ja mal hammerhart! Vier Burschen aus der Slowakei benennen sich nach einem Quorthon Album und besitzen die Dreistigkeit zwei Lieder namens "Aces High" und "Running Free" miteinander zu verwursten, aber ehrlich gesagt gar nicht mal so übel. Der erste Gedanke ist mal wieder ganz klar ein Album nach dem Motto: Nachtigall ick hör dir trapsen...

Bereits beim zweiten Song bestätigt sich der Verdacht, "Strange Feeling" nennt sich dieser Song und rein theoretisch hätte dieser durchaus von den Eisernen Jungfrauen sein können, wenn da nicht erstens der Rhythmus so konsequent uninspiriert wäre und zweitens Sänger Denis Belacik Englischunterricht genommen hätte, vom Timbre her mal abgesehen... Beim epischen "When Dark Dreams Become Reality" klingen die Ansätze hingegen schon mal wieder teilweise besser, aber nach der Hälfte des Songs überfällt den Rezensenten von hinten schlagartig die Müdigkeit... war das was? Ach ja, das mit Dreamworks betitelte Album läuft ja immer noch seine Runde. Das balladeske letzte Zwielicht bringt dann aber sogar die Streichhölzer in den Augen zum Brechen, wobei zum Ende hin wenigstens noch versucht wird die Kurve zu kriegen. Und zum Ende des Debütalbums hin wird's mit "Describe My Fate", dem Titeltrack und "Wanderings In Flames" sogar noch durchaus annehmbar, na also geht doch.

Auch wenn die Gitarrenarbeit sehr sauber ist und die Jungs definitiv ihre Instrumente beherrschen, was in den Soli wirklich herauszuhören ist, als Nachfolge für eine der größten Metalbands dieses Erdballs kommen die Slowenen leider nicht in Frage. Hammerheart haben zwar Lust zu spielen und sie klingen trotz der dumpfen Produktion durchaus solide, aber ob das reicht um nicht in der Versenkung zu verschwinden wage ich leider zu bezweifeln. Bleibt also nur die Hoffnung, dass der Songtitel "When Dark Dreams Become Reality" nicht eintritt.

Andi

3 von 6 Punkten

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